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KZBV: Verantwortung trägt Zahnarzt

Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) kritisiert ebenfalls die Tchibo-ZahnersatzCard und maht: „Zahnersatz ist Vertrauenssache."


Dr. Jürgen Fedderwitz Foto: axentis.de/Lopata


Seine Argumentation: Die Herstellungskosten von Zahnersatz sind in Südostasien in der Tat deutlich günstiger als in Deutschland. Daher hat sich hier ein Markt entwickelt, auf dem Novadent mit vielen Wettbewerbern konkurriert.

Auch eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen hat schon Erfahrungen mit preisgünstigem Zahnersatz von ausländischen Laborpartnern gesammelt. Dennoch schätzen die meisten Zahnärzte die vertrauensvolle Kooperation mit einem wohnortnahen Labor höher ein.

Zahnarzt trägt Verantwortung für Zahnersatz

“Letztlich trägt der Zahnarzt die volle Verantwortung für den einzugliedernden Zahnersatz – auch für den Teil, der im Labor gefertigt und in die Praxis geliefert wird”, so Fedderwitz. Denn allein der Zahnarzt entscheide, ob der angelieferte Zahnersatz eingesetzt werden kann.

Auch könne kein Zahnarzt verpflichtet werden, mit Novadent oder einem anderen Anbieter zu kooperieren. Das erklärt, warum Zahnärzte häufig über viele Jahre in gewachsenen Strukturen mit ihren Laborpartnern zusammenarbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen wüssten: Je individueller und komplexer die prothetische Versorgung ausfällt, desto sinnvoller ist die qualitätsgesicherte und wohnortnahe Fertigung durch ein praxisnahes Labor.

Kritik am Tchibo-Angebot gab es auch von Seiten des VDZI und der Landeszahnärztekammer Hessen sowie der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen gegeben.