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Kerstin Blaschke ist neue Bundesvorsitzende des FVDZ

Die Delegierten der Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) haben Dr.-medic/IfM Timisoara Kerstin Blaschke, Zahnärztin aus Schmalkalden, am 12. Oktober 2013 in Bonn mit großer Mehrheit zur Bundesvorsitzenden gewählt. Blaschke übernimmt damit das Amt von Dr. Karl-Heinz Sundmacher, der nicht mehr zur Wahl antrat. DENTAL MAGAZIN online sprach mit Blaschke nach ihrer Wahl.


Dr.-medic/IfM Timisoara Kerstin Blaschke wurde zur neuen FVDZ-Bundesvorsitzenden gewählt. FVDZ


Die Thüringerin gehört seit 2007 dem Bundesvorstand des FVDZ an, seit 2009 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende. Bei der Wahl setzte sie sich gegen Dr. Reiner Zajitschek durch, der in den letzten zwei Jahren ebenfalls als stellvertretender Vorsitzender im Bundesvorstand aktiv war.

DENTAL MAGAZIN online hatte Gelegenheit, mit Blaschke nach ihrer Wahl kurz über einige wichtige Themen zu sprechen. 

Frau Blaschke, halten Sie nach dem Ausgang der Bundestagswahl die Vereinheitlichung der Honorarsysteme für eine reale Gefahr?
Blaschke:
Ja, ich sehe diese Gefahr – ganz unabhängig davon, welche Koalition in den kommenden Jahren unser Land regiert und welche Partei das Gesundheitsressort übernimmt – und zwar ganz real.
 
Falls es so kommt: Welche Folgen befürchten Sie für die Kolleginnen und Kollegen im Land?
Blaschke: Eine Vereinheitlichung der Honorarsysteme stellt einen Angriff auf die freie Berufsausübung und auf das Zahnarzt-Patienten-Verhältnis dar – mit negativen Konsequenzen für beide Seiten. 
Im Falle eines einheitlichen Honorarsystems sehe ich die Tendenz, die Honorare für zahnärztliche Leistungen auf dem Niveau der GKV anzusiedeln. Durch die verschlechterte Einnahmesituation wären Praxen und Arbeitsplätze in Gefahr. Außerdem würde dieser Schritt einen direkten Eingriff in die freie und individuelle Vertragsgestaltung zwischen Zahnarzt und Patient bedeuten. Eine erschwerte Therapiefindung und geringere Entscheidungsspielräume für beide Seiten wären die Folge.
 
Was können die FVDZ-Mitglieder von ihrem neuen Vorstand ansonsten erwarten – auch in Abgrenzung zum vorherigen?
Blaschke: Ich stelle mir einen Verband vor, der Vordenker und Wegberei­ter einer zukunfts­orientierten Politik ist – eine Politik, mit der sich auch die nachwachsende Zahnärztegenera­tion identifizieren kann. Zudem setze ich mich für eine konstruktive und zielorientierte Zusammen­arbeit mit den anderen zahnärztlichen Organisationen ein.
 
Wie bewerten Sie die Arbeit Ihres Vorgängers  Dr. Karl-Heinz Sundmacher?
Blaschke: Karl-Heinz Sundmacher hat den FVDZ acht Jahre erfolgreich geführt. Er hat sich immer für eine freie Berufsausübung stark gemacht und sich im Interesse der Zahnärzteschaft gegen externe Übergriffe – beispielsweise von Seiten der Politik oder der Krankenkassen – zur Wehr gesetzt. Für diese Arbeit gilt ihm unser herzlicher Dank.